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SSP Portal Kindertagesstätten
Moderne Prävention gegen Sucht und Gewalt beginnt im Kindergartenalter. Natürlich ist in diesem
Alter von Sucht und Gewalt im unmittelbaren Sinne des Begriffs noch keine Rede. Vor allem geht es um eine insgesamt
gesunde, glückliche Entwicklung der Kinder, um die Stärkung von Selbstbewußtsein und Respekt, um die Entfaltung ihrer
Fähigkeiten, um die Ausbildung ihrer inneren Widerstandsfähigkeit.
Man geht davon aus, dass die möglichst allseitige Stärkung der Persönlichkeit der Kinder eine wichtige Entwicklungsbedingung
ist, damit die Kinder in späteren Jahren Neigungen zu Sucht und Gewalt erfolgreich widerstehen können. Diese Annahme ist
allerdings praktisch bislang nicht zu bestätigen. Deshalb dürfen Eltern und Erzieherinnen keine unrealistischen, keine zu
hohen Erwartungen an Prävention stellen.
Nach heutigem Erfahrungsstand gilt als gesichert:
>> Präventive Maßnahmen im Kindergarten sind in jedem Fall durchdachte, humanistisch begründete erzieherische Maßnahmen.
Sie sind deshalb nützlich und angebracht für jedes Kind.
>> Präventive Maßnahmen sind um so wirkungsvoller, je mehr sie einem schlüssigen Konzept folgen.
>> Prävention ist um so wirkungsvoller, je mehr Eltern, Kindertagesstätte und weitere soziale Instanzen in der Umgebung
des Kindes an einem Strang ziehen, möglichst in die gleiche Richtung.
>> In wichtigen erzieherischen Fragen sind unterschiedliche Verhaltensweisen von Erwachsenen für Kinder schwer verständlich,
solche diffusen Signale gefährden Präventionserfolge.
>> Sucht- und Gewaltprävention im Kindesalter sollte deshalb in eine möglichst weit gefaßte soziale Umgebung eingebettet
werden: Familie - Kindertagesstätte - Kirchengemeinde - Sportverein - Wohngebiet.
Eltern sollten sich bereits bei der Anmeldung ihres Kindes in der Kindertagesstätte danach erkundigen, welches
Präventionskonzept die Einrichtung verfolgt. Sie sollten nach Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung für Eltern fragen und
stets möglichst vertrauensvoll mit den Erzieherinnen kooperieren.
Bitte wenden Sie sich unverbindlich an
SSP Beratung (Telefon 069 - 661 233 65), wenn Sie Fragen zu Sucht- und Gewaltprävention in Kindertagesstätten haben.

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