Neu im Kommen: Themen

Regelmäßig arbeiten wir - teilweise gemeinsam mit Kooperationspartnern - an neuen Themen. Neu sind hierbei nicht die Stichworte, die 'Überschriften'. Neu sind hingegen der Blick auf bestimmte Themen, die Herstellung von Querverbindungen zu anderen Themen, zu besonderen Verfahren und Methoden.

Zum Beispiel: Konfliktvorbeugung, Streitschlichtung und ähnliche präventive Bausteine im Jugend-Fußball können aus unserer Sicht nur dann 'dicht am wirklichen Leben' sein, wenn man berücksichtigt, dass rund 90 % der jugendlichen Fußballer Jungen sind, und dass oft fast eben so viele einen Migrationshintergrund besitzen. Also sollten Präventionskonzepte in diesem Sektor Jungen-Pädagogische Standards und interkulturelle Erfahrungen integrieren, sonst werden sie nicht authentisch sein.

Zur Zeit arbeiten wir konzeptionell u.a. an folgenden Themen:

          • ADHS im Übergangsfeld von Neurologie - Psychiatrie - Psychologie - Pädagogik
            ADHS ist eine gravierende psychische Störung, die meist im Kindesalter erstmals sichtbar wird. Auffälligkeiten belasten betroffene Kinder und
            deren Eltern, sie treten in Familien, Kindertagesstätten, Schulen und weiteren sozialen Sektoren auf und können dort zu erheblichen Folge-
            problemen führen. Sinnvoll ist offenkundig ein Austausch über Fachgrenzen hinweg, ein Austausch zwischen medizinisch-therapeutischen Spezia-
            listen einerseits, pädagogischen Fachleuten andererseits. Es wird eine Konzeption entwickelt mit dem Ziel, einen solchen Austausch zu fördern.


          • Entscheidungsanalyse und Entscheidungstraining
            Das Treffen von Entscheidungen ist ein zentrales Problem in der Sucht-, Doping- und Gewaltprävention. Auf jeder Stufe der Entwicklung geht es
            immer um solche Fragen: "Nehme ich Drogen oder nicht?", "Fange ich an mit Doping oder nicht?", "Schlage ich zu oder nicht?" Erkenntnisse aus
            der ethischen Erziehung wie auch Behandlungsmethoden und Verfahren aus der evidenzbasierten Suchttherapie geben Hinweise darauf, wie
            effektive Verfahren zum Entscheidungs-Training angelegt sein können. Wir arbeiten an einem darauf beruhenden Konzept mit dem Ziel, es
            zunächst in der Dopingprävention zu erproben.


          • Interkulturelle Konfliktprävention im Fußball
            Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von Fußball-Jugendtrainern, sämtliche mit Migrationshintergrund, wird ein Konzept entwickelt, welches auf
            die Bedingungen in niederklassigen Amateur-Fußballvereinen zugeschnitten sein wird. Zentrale Fragen sind: Welche Konfliktmuster sind typisch
            für das soziale Ambiente im Jugendfußball? Welche dieser Konflikte sind in besonderer Weise durch unterschiedliche nationale und kulturelle
            Faktoren moduliert? Welche Rolle spielen Erwachsene im Verein und deren jeweiliger Migrationshintergrund? Welche präventiven Maßnahmen
            sind geeignet, interkulturell gefärbten Konflikten am ehesten effektiv entgegen wirken zu können?


          • Dopingprävention in der Trainerausbildung
            Es werden mehrere aufeinander aufbauende Module für die Ausbildung der Trainer in einem Sportverband entwickelt und erprobt. Ziel ist, Trainer
            als - neben den Eltern - zentrale Vorbilder zu qualifizieren, typische Situationen mit tendenzieller Dopinggefährdung erkennen und angemessen darin
            agieren zu können.



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